Statt Ausbildungsabbau fordern wir eine Ausbildungsplatzgarantie!

Statt Ausbildungsabbau fordern wir eine Ausbildungsplatzgarantie!Siemens

Unsere Zukunft statt eure Profite!

der Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser hat Anfang des Jahres weitere Einsparungen im Siemens-Konzern angekündigt. Über 11.600 Stellen sollen in Deutschland eingespart werden, das ist jeder 10. Arbeitsplatz. Damit soll rund 1 Milliarde Euro Gewinn erziehlt werden – obwohl 2013 über 4,2 Milliarden Euro Gewinn erziehlt wurden. Allein in den ersten 9 Monaten dieses Geschäftsjahres wurden bereits 4 Milliarden Euro als Gewinn eingefahren.

In vielen Pressestatements wurde angekündigt, dieses Programm zur Gewinnmaximierung würde „sanft“ angewendet und betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Der IG Metall versicherte der Konzern, es würde keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Doch auch wenn sich dies bewahrheiten sollte, bedeutet gleich viel Arbeit auf weniger Schultern immer noch mehr Arbeitsstress und Druck durch die Chefs. An der Ausbildung wird ebenso gespart. Wir können die Auswirkungen bereits absehen: 2012 durften noch 2.350 neue Azubis eine Ausbildung bei Siemens beginnen, 2013 nur noch 2.200 und am 1. September diesen Jahres begannen nur noch 2.000 ihre Ausbildung.

Doch nicht nur die Azubis treffen die Einsparungen: Siemens bildet für andere Firmen ebenfalls Auszubildende aus, die wiederum entweder Tochterfirmen von Siemens oder enge Geschäftspartner sind. Beim Leuchtmittelhersteller OSRAM, der eine 100%ige Tochter der Siemens-AG war, werden weitere 7.800 Arbeitsplätze gestrichen – allein in Augsburg bis zu 400. Das heißt für die Auszubildenden: Keine Chance auf Übernahme und eine unsichere Zukunft!

Die SDAJ Bayern organisiert daher in den nächsten Wochen und Monaten gemeinsam mit den Auszubildenden von Siemens Aktionen vor und im Betrieb. Am 6. Dezember ziehen wir gemeinsam vor die Siemens-Zentrale in München und klagen die Ausbeuter an.

Ein erstes Flugblatt wird in den nächsten Wochen an den Siemens-Standorten und -Ausbildungszentren in Bayern verteilt.